05. November 2020

Massnahmenplan kantonales Kinder- und Jugendleitbild 2022 bis 2027

Gemäss Art. 60 EGZGB ist der Kanton verpflichtet, ein Kinder- und Jugendleitbild zu erlassen. Seit 2014 verfügt der Kanton Luzern über ein solches Leitbild. Ebenso existiert seit 2014 ein kantonales Konzept zur Frühen Förderung. Mit der Genehmigung des Kinder- und Jugendleitbildes durch den Regierungsrat ist die DISG mit der Umsetzung entsprechender Begleitmassnahmen betraut worden, welche bislang mit Lotteriemitteln finanziert werden. Zusätzlich zu den kantonalen Lotteriemitteln hat die DISG für die Jahre 2015 – 2018 Finanzhilfen nach Art. 26 des eidgenössischen Kinder- und Jugendförderungsgesetzes generiert. Die bisherige Umsetzungsstrategie des Kinder- und Jugendleitbildes verfolgt die Stärkung der kommunalen Kinder- und Jugendpolitik und setzt dabei auf Informations- und Sensibilisierungsmassnahmen sowie auf Anschubfinanzierung kommunaler Prozesse und Strukturen im Bereich Kinder- und Jugendförderung. Im Bereich Frühe Förderung liegt der bisherige Fokus auf Vernetzung und verstärkter Koordination der kantonalen Angebote Früher Förderung. Die Massnahmen zur Umsetzung des kantonalen Kinder- und Jugendleitbildes sind bis Sommer 2022 befristet.

Sie sind daher in kommender Zeit auszuwerten. Der zukünftige Handlungsbedarf seitens Kanton in den Bereichen frühe Förderung sowie Kinder- und Jugendförderung ist abzuschätzen, insbesondere mit Fokus auf die Grundleistungen (1) Allgemeine Förderung und (2) Beratung und Unterstützung zur Bewältigung allgemeiner Herausforderungen und schwierigen Lebenslagen1. Die Angebote der ergänzenden Hilfen zur Erziehung sind nicht Gegenstand der Kinderund Jugendförderung und damit auch nicht Gegenstand der Auswertung und Bedarfserhebung (SEG-, BPG-, PAVO-Bereich)

Die Dienststelle Soziales und Gesellschaft (DISG) ist momentan an einem zur Erarbeitung eines Massnahmeplanes. Beim Projekt sind diverse Stakeholders aus dem Bereich Frühe Förderung und Kinder- und Jugendförderung. Auch NOJZ ist im erweiterten Projektteam vertreten. 
Es wird eine Erhebung zur aktuellen Lage der frühen Förderung und der Kinder- und Jugendförderung in den Gemeinden geben. Diese Erhebung läuft über eine Befragung aller Gemeinden. Anschliessend erarbeitet die Projektgruppe Massnahmen und wertet diese mit weiteren Stakeholdern aus. 
Im Jahr 2022 wird dem Regierungsrat einen Vorschlag für einen Beschluss mit den entsprechenden Umsetzungsmassnahmen für die Zeitspanne 2022-2027 vorgelegt. 

Ziel ist es, dass aufgezeigt wird, was in den verschiedenen Gemeinden schon gemacht wird im Bereich Frühe Förderung und Kinder- und Jugendförderung. Wiederum sollen aber auch Lücken sichtbar gemacht werden und Massnahmen vorliegen, wie diese Lücken geschlossen werden können. Der Regierungsrat entscheidet dann im 2022, ob er diesen Massnahmenplan unterstützt, um die Frühe Förderung und die Kinder- und Jugendförderung noch weiter voran zu treiben.